Das Testament – die beste Geldanlage für Privatanleger?

Seine Finanzen im Griff zu haben bedeutet nicht nur sich mit dem hier und jetzt auseinanderzusetzen – auch die Nachlassplanung und damit das Erbe spielt in diese Thematik hinein.

Damit der Pflichtteilsberechtigte feststellen kann, in welcher Höhe ihm Ansprüche auf den ordentlichen Pflichtteil und auf Pflichtteilsergänzung zustehen, gibt ihm das Gesetz einen Auskunfts- bzw. Wertermittlungsanspruch.

Dieser richtet sich gegen den Erben und hat in München folgenden Inhalt:

  • Auskunft über alle Aktiva und Passiva/Verbindlichkeiten des Nachlasses in Form einer geordneten und systematischen Übersicht der Finanzen und der Nachlassschulden
  • Auskunft über alle Schenkungen des Erblassers im Laufe der letzten 10 Jahre vor seinem Tod, auch über sog. „gemischte Schenkungen“ sowie sog. Pflicht- und Anstandsschenkungen
  • Auskunft über den Güterstand des Erblassers, da dieser für die Berechnung der Pflichtteilsquote maßgeblich sein kann
  • Erstellung eines notariellen Nachlassverzeichnisses
  • Eidesstattliche und anwaltliche Versicherung der Richtigkeit der Angaben, falls Zweifel daran bestehen
  • Anspruch auf Wertermittlung von Grundstücken, Unternehmen und anderen zu bewertenden Gegenständen durch einen vom Erben zu bestimmenden Sachverständigen

Theoretisch kann der Pflichtteilsberechtigte seine Ansprüche auf Auskunft, Wertermittlung und eidesstattlicher Versicherung in einzelnen Prozessen durchsetzen.

Der Nachteil ist aber, dass sich dadurch die finanziellen Kosten für Gericht und Anwälte für Erbrecht erhöhen, da jeder Prozess nach seinem eigenen Streitwert abgerechnet wird.

Die Auskunfts- und Wertermittlungsklausel bei den Finanzbehörden

Ein weiterer, sehr erheblicher Nachteil besteht darin, dass eine reine Auskunfts- oder Wertermittlungsklage, bzw. die Klage auf Abgabe der eidesstattlichen Versicherung die Verjährung des Pflichtteilsanspruches nicht hemmt.

Der Pflichtteilsanspruch verjährt nach dem Erbrecht in München innerhalb von drei Jahren nach dem Tod des Erblassers und der Kenntnis des Pflichtteilsberechtigten von seinem Anspruch. Die Verjährung beginnt in München aber erst am Schluss des jeweiligen Kalenderjahres.

Beispiel:
Erblasser E stirbt im Juni 2013. Der Erblasser war unverheiratet und hinterlässt als einzigen Angehörigen seinen Sohn S. S geht davon aus, dass das Testament des Erblassers zugunsten von der Lebensgefährtin L gefälscht sei und hält sich daher für den Alleinerben. Erst im August 2014 erweist sich aufgrund eines vom Nachlassgericht in München bestellten Sachverständigengutachten, dass das Testament echt war.

Wann ist der Pflichtteilsanspruch verjährt? Was kann/muss S unternehmen, um die Verjährung zu hemmen?

Lösung des Falles liegt auf der Hand:
S ist als einziges Kind es unverheirateten Erblassers pflichtteilsberechtigt. Hätte der Erblasser noch lebende Eltern, würden diese durch S verdrängt.

Als gesetzlicher Erbe erhielte S den ganzen Nachlass. Folglich beträgt die Pflichtteilsquote nach dem Erbrecht in München ½ des Nachlasses.
Der Pflichtteilsanspruch des S verjährt in drei Jahren, wobei die Verjährung am Schluss des Kalenderjahres beginnt, in dem

  • Der Pflichtteilsanspruch entstanden ist und
  • Der Pflichtteilsberechtigte S von seinem Anspruch Kenntnis hat

Der Pflichtteilsanspruch des S setzt ein wirksames enterbendes Testament voraus.

Da S berechtigte Zweifel an der Wirksamkeit des ihn enterbenden Testamentes hatte, beginnt seine Kenntnis von der Wirksamkeit des Testaments und somit vom Bestehen seines Pflichtteilanspruches erst mit dem Sachverständigengutachten eines Finanzberaters vom August 2014.

Wann kann man von einer Kenntnis sprechen?

Der Kenntnis vom Pflichtteilanspruchs, d.h. hier von der Wirksamkeit des enterbenden Testaments wird auch die grob fahrlässige Unkenntnis gleichgesetzt.

Da die Kenntnis erst im Augusts 2014 einsetzt, beginnt die dreijährige Verjährungsfrist am Schluss des Kalenderjahres 2014 zu laufen, so dass die Verjährung am 31.12.2017 endet.

Eine bloße Auskunftsklage bzw. Klage auf Wertermittlung oder auf eidesstattliche Versicherung bezüglich der Richtigkeit der Auskunft würde die Verjährung nicht hemmen.

Dem S ist daher zu raten, eine sog. Stufenklage zu erheben.

Hilft die anwaltliche Stufenklage?
In dieser Klage wird zunächst Auskunft und Wertermittlung, hilfsweise auch die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung über die gesamten Finanzen verlangt.

Zusätzlich wird ein unbezifferter Leistungsantrag durch den Erbrechtsanwalt in München gestellt, wonach die Beklagte verpflichtet wird, den sich nach Erteilung der Auskunft und ggf. eidesstattlichen Versicherung ergebenden bezifferten Pflichtteil zu bezahlen.

In Höhe des später zu beziffernden Anspruches wird dann die Verjährung des Pflichtteilanspruches mit Zustellung der Stufenklage gehemmt.…

Anfängerartikel: Die Deutsche Börse – Was ist das denn jetzt eigentlich?

Begriffsklärung: Deutsche Börse

Die Deutsche Börse in Frankfurt am Main hat die Kernfunktion der Entwicklung und des Betriebs von Plattformen, Abwicklungssystemen und Teilnehmernetzwerken für verschiedene Börsen. Sie ist der Knotenpunkt des Aktienhandels in Deutschland.

Die deutsche Börse in Berlin
Die deutsche Börse in Berlin

Außerdem ist sie Träger der Frankfurter Wertpapierbörse, eine öffentlich rechtliche Einrichtung, an der sie als AG selber gelistet ist.

Die Deutsche Börse AG ist zudem im DAX gelistet, dem wichtigsten deutschen Aktienindex, in dem die 30 umsatzstärksten Aktienunternehmen aus Deutschland eingetragen sind. Der DAX wiederum ist eine eingetragene Marke und gehört als Produkt der Deutsche Börse AG.

Die Deutsche Börse AG wurde 1993 aus der Frankfurter Wertpapierbörse AG gegründet. Das Unternehmen beschäftigt rund 3.500 Mitarbeiter und hat einen Umsatz von knapp 2 Mrd. Euro. Nur ca. 5% der Aktien der Deutschen Börse AG werden von dem Unternehmen besessen, 90% sind in Streubesitz.

Der Sitz der Deutschen Börse AG befindet sich mittlerweile nicht mehr in der Frankfurter Innenstadt, sondern im nahe gelegenen Eschborn.

Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem bekannten Handelssaal der Frankfurter Wertpapierbörse, der sich in Frankfurt befindet und aus den Medien wohlbekannt ist.

Die Deutsche Börse AG betreibt die elektronische Handelsplattform Xetra und ist 50-prozentige Eigentümerin der Terminbörse Eurex.

Außerdem ist sie Eigentümerin von Clearstream, einem Wertpapierabwickler, der in die Abwicklung, Verwaltung und Verwahrung von Wertpapieren spezialisiert ist. Auch stellt die Deutsche Börse AG über Tochterunternehmen Computer und Netzwerke bereit bzw. entwickelt Software für Kunden, mehr dazu bei unserem Aktienratgeber.

Ein weiterer Geschäftszweig der Deutschen Börse AG ist die Analyse von Wertpapierkursen und die Bereitstellung aller möglichen Informationsprodukte (Market Data & Analytics).

Auf der Internet-Seite der Aktien-Analyse – dem Recherche-Werkzeug für Ihren persönlichen Anlageerfolg

Unsere unabhängigen Analysten beobachten täglich die neuesten Geschäftsentwicklungen von über 400 der wichtigsten deutschen und internationalen Unternehmen. Daraus erstellen sie ausführliche Analysen mit allen wichtigen Kennzahlen – exklusiv für die Abonnenten der Aktien-Analyse.

Dank der monatlich aktualisierten Timing-Einstufungen wissen Sie als Anleger immer genau, bei welchen Aktien sich der Einstieg lohnt.

Außerdem stellen wir Ihnen verschiedene Analagestrategien vor. Musterdepots dazu finden Sie in einer extra Beilage, die Sie mit jeder Ausgabe der Aktien-Analyse zugeschickt bekommen.
Nutzen Sie die Aktien-Analyse als wertvolles Recherche-Werkzeug, und steigern Sie Ihren Gewinn mit Aktien.…

Wohin geht der DAX? Entscheidungshilfen!

Warum Du gerade JETZT in den Dax investieren solltest!

Na das nennen selbst hartgesottene Profis eine echte Reaktion im Bulltrend !! 400 DAX Index Punkte stellen immerhin eine 5%-ige Reaktion in 2 Tagen dar, ein Schelm wer dabei an die Regeln für die Beschreibung eines Crashs denkt?

Knapp über der 7600 schließen wir heute den DAX Tag ab, doch diese Marke ist u.E. gänzlich unwichtig – es sei denn Sie sehen hier eine psychologische Marke, doch solche Marken sind gekennzeichnet durch Kurzlebigkeit.

Wichtig sind in den nächsten Tagen 2 Punkte: Zu einen darf der DAX nicht unter die 7520 Punkte fallen, dann würde – mit vielen Zwischenstops – gar die 7180 drohen und bei Unterschreiten der 7400er Marke käme sicherlich die Bereitschaft der Spekulanten auf weitere Shorts zu probieren und einen Test der 200Tage-Linie bei ca 6700Punkten zu wünschen?!

Der andere markante Punkt für den DAX Index stellt u.E. die 7750 dar. Der DAX sollte sich – will er sich nicht in eine längere Konsolidierung begeben und die o.g. Hoffnung der Bären voran treiben – zügig, heisst am besten in den nächsten 5 Handelstagen, über die erwähnte 7750 nach oben heraus bewegen und dort gar nicht lange verharren, denn solch eine enge Entscheidungsrange von im Grunde gerade einmal 230 Punkten stellt aus Sicht der Anleger immer eine schöne Hilfe für die nächsten Wochen dar. Hoffen wir gemeinsam, dass unsere Gedanken richtig sein werden.

Allen Anlegern und Lesern dieser Seite wuensche ich: Viel Spass, gute Nerven und FETTE BEUTE !
Dieser Artikel dient ausschließlich Informationszwecken und stellt insbesondere keine Werbung, Empfehlung, Finanz- oder sonstige Beratung dar und ist keine Aufforderung zu einem Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder von Finanzinstrumenten.

Es handelt sich nicht um eine Empfehlung oder Publikation im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes. Hiermit wird ausdrücklich jegliche Verantwortung aus Handlungen nach dem Lesen des Artikels abgelehnt. Vervielfältigung und Abdruck der Artikel nur mit schriftlicher Genehmigung des Verfassers erlaubt.…

Lohnt sich ein Aktienratgeber?

Welchen Aktienratgeber sollte ich mir als Anfänger zulegen?

Lassen Sie uns beide Szenarien durchspielen. Nehmen wir einmal an, dass Sie nur „Aktienvermögen für Otto Normalverdiener“ besitzen und das daraus Gelernte anwenden.

Dann sind Sie als Aktien-Anfänger bestens gerüstet, das spiegelglatte Börsenparkett zu betreten, um risikoarm in Aktien zu investieren.

Und wenn Sie nur „Charttechnik – Die »Technische Analyse« für Otto Normalaktionär“ anwenden? Dann werden Sie Ihre bisherige Strategie um eine Gewinnoptimierung per Chartanalyse ergänzen. Es geht in diesem Werk nicht darum, die Grundkenntnisse für einen Start an der Börse zu erlernen. Sie erhalten sozusagen eine Ausbildung zum Charttechniker!

Und wenn Sie beide Börsen-Ratgeber Ihr Eigen nennen, dann besitzen Sie zwei sich wunderbar ergänzende Werke, die Sie als Aktien-Anfänger von null auf 100 bringen. Schritt für Schritt werden Sie ins Aktien handeln eingeführt und steigen mit der Erlernung der Charttechnik sofort in eine höhere Liga auf. Werk I hilft Ihnen kapitale Gewinne zu erzielen – die Technik aus Werk II ermöglicht Ihnen, diese Gewinne zu optimieren, zu verdoppeln bis hin zu..

Dabei benötigen Sie keinerlei Börsen-Vorkenntnisse. Meine Aktien Ratgeber sind leicht verständlich geschrieben. Ich verwende garantiert kein Börsenkauderwelsch und wenn doch, so wird es in einer Fußnote erklärt!

Kurse bewegen sich nie linea sondern man spricht von einem "Trend".
Kurse bewegen sich nie linea sondern man spricht von einem „Trend“.

Beide Werke lassen Sie zu einem souveränen Aktionär werden, der nicht mehr auf dubiose und vielversprechende Tipps anderer angewiesen ist. Sie wissen, was Sie tun und deshalb werden Sie dann Erfolg haben.

Beim Aktien kaufen und verkaufen werden Sie sich auch viel sicherer fühlen. Vorbei sind die Zeiten, in denen Sie das Aktien handeln mit hochrotem Kopf und zittrigen Händen hinter sich bringen mussten.

Und obwohl die Chartanalyse den Ruf einer sehr schwierigen Disziplin hat, werden Sie mit ihr zurechtkommen – sie sogar beherrschen. Und sich nie wieder mit den fundamentalen Daten und ihrer Interpretation herumschlagen müssen.

Auf die widersprüchlichen Börsennachrichten und Empfehlungen werden Sie in Zukunft pfeifen. Sie gehen Ihren eigenen Weg und sehen per »Technischer Analyse« immer ein Stück weit in die Zukunft, um dann sicher und rechtzeitig Ihre Anlageentscheidungen zu treffen.
Und was anfänglich so schwierig erschien, wird Ihnen mit der Zeit in Fleisch und Blut übergehen. Ihre Analyse für einige Aktienpakete wird Sie nicht einmal eine halbe Stunde kosten.…

Wie steht es eigentlich um den japanischen Yen?

Japanischer Yen zeigt Stärke!

Trotz Naturkatastrophe und Atomunglück konnte der Yen in den vergangen Monaten deutlich gegenüber dem Euro zulegen.

Der Euro hatte vor einem Monat unmittelbar nach dem EZB-Zinsentscheid und dem angekündigten Rücktritt des deutschen EZB-Chefvolkswirts Stark herbe Verluste einstecken müssen, wie im aktuellen Research der DekaBank mitgeteilt wurde.

Von diesen habe er sich weitgehend erholt: Gegenüber den meisten großen Währungen konnte er im Monatsvergleich sogar zulegen.

Doch einer zeigte sich störrisch: der Japanische Yen. Dieser stieg nochmals um rund 0,5 % gegenüber der Gemeinschaftswährung an.

Ein Blick auf die Gewinner der Lehman-Krise 2008/ 2009 zeigt überdies, dass es auch damals die Devise aus dem fernen Osten war, die gegenüber dem Euro die stärksten Wertzuwächse verbuchte.
Leistungsbilanz und Liquidität machen’s möglich

In der aktuellen Schuldenkrise mutet das merkwürdig an. Denn die Japaner verzeichnen Staatsschulden im Verhältnis zum nominalen Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Höhe von über 200 %.

Das liegt z.B. deutlich über dem Wert Griechenlands. Auch bewegen sich die Budgetdefizite Nippons zurzeit bei rund 10 %. Sie sind damit etwa doppelt so hoch wie die Eurolands.

Weshalb ist der Yen aber dann so gefragt?

Es sind im Wesentlichen drei Gründe, die seine Stärke ausmachen

Erstens ist Japan Nettogläubiger gegenüber dem Ausland. Bereits seit 1981 häufen die Japaner jedes Jahr Leistungsbilanzüberschüsse von im Durchschnitt 2,7 % des nominalen BIP an.

Damit haben sie wie keine andere Nation im Rest der Welt Vermögen aufgebaut. Dies birgt eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass im Krisenfall Japaner ausländische Gelder zurück in die Heimat holen.

Und allein diese Überlegung reicht aus, dass internationale Anleger derzeit den Yen suchen und bereit sind, für ihn mehr zu zahlen.

Zweitens wurden in der Vergangenheit häufig so genannte „Carry Trades“ durchgeführt, die jetzt wieder zurückgedreht werden. D.h.:

Früher wurden billige Yen-Kredite aufgenommen, diese Yen daraufhin in andere Währungen getauscht und das Geld höher verzinslich im Ausland angelegt.

In Zeiten erhöhter Unsicherheit werden solche Positionen geschlossen, die Yen-Kredite wieder zurückgezahlt.

Hierdurch entsteht zusätzliche Yen-Nachfrage mit entsprechendem Aufwärtsdruck auf den Preis der Währung.

Drittens steht der Yen unter den meistgehandelten Währungen weltweit auf Platz 3 – hinter US-Dollar und Euro. Knapp 10 % der tägliche Devisenmarktumsätze finden in der Währung Japans statt. Und in Zeiten hoher Unsicherheit ist Liquidität Trumpf.

Zugegeben: Der Euro wird etwa doppelt so viel gehandelt und steht trotzdem schlechter da.

Aber: Euroland hat nicht die gleichen Auslandsforderungen wie Japan und ist von der Krise auch stärker betroffen als die Asiaten. Nach der Krise schwächer, aber nicht schwach.

Der Yen sollte mit dem Abklingen der Krise wieder schwächer werden, zumal das die Deflationssorgen Nippons mindern würde. Doch schwächer heißt nicht schwach.

Der hohe Leistungsbilanzüberschuss ist in einer Phase, in der wir nach einem neuen Ausgleich in der Weltwirtschaft suchen („Rebalancing“) ein gewichtiger Grund, warum der Japanische Yen relativ gerade im Vergleich zur Zeit vor der Lehman-Krise stark bleiben sollte.…